Archive for the 'Literatur' Category

Nov
23

Wenn man sich im Rahmen einer Recherchetätigkeit mit historischen Entwicklungen beschäftigt erscheinen einem diese oft rätselhaft. Für gewöhnlich stehen zu diesem Zweck auch vorwiegend Bücher zur Verfügung die bereits mit einem retrospektiven Blick auf die behandelten Ereignisse erschienen sind. Es fließt dann neben der persönlichen Wertung die man selbst mitbringt auch noch jene des Wissenschaftlers ein. Man entfernt sich also zunehmend von der tatsächlichen Perspektive des entsprechenden Zeitpunktes.

In der Regel kann man die maßeblichen Geschehnisse dann nur bewerten, weniger verstehen. Um dies zu können ist es notwendig ein Gespür für die tatsächlichen Motivationslagen einer vergangenen Epoche zu entwickeln. Eine geeignete Methode hierfür ist die Lektüre historischer Zeitungen. In der Formulierung und auch Begründung der damals relevanten Gedankengänge und Geisteshaltungen liegt ein Schlüssel zum Verständnis für das was sich daraus entwickelte.

Auch wenn manche Entscheidungen aus der heutigen Perspektive betrachtet katastrophal erscheinen  gab es in der Vergangenheit oft gute Gründe die diese rechtfertigten. Oft basierten diese Entscheidungen auch auf längst vergessenen ideologischen Gesinnungen die ihrerseits im Kontext ihrer Zeit zu betrachten sind. Lässt man sich nicht in gewisser Weise auf die alten Argumentationsmuster ein, so ist eine hinlängliche Beurteilung der daraus resultierenden Ergebnisse auch nicht möglich. Wichtig ist also, die Voreingenommenheit der heutigen Zeit abzustreifen und sozusagen von Null zu starten indem man sich die vermeintlich überholten Positionen komplett neu erarbeitet.

Natürlich wäre eine derartige Einarbeitung in gegenläufige Positionen auch im aktuellen Kontext wünschenswert. Kompromisslösungen zum Vorteil mehrerer Parteien wären auf diese Weise sicher leichter auszuarbeiten. Ein übergeordneter Blick für Zusammenhänge kann also auch heute von Nutzen sein, nicht nur wenn man den Blick in die Vergangenheit richtet.

Mrz
23

Wenn jemand einen Seitensprung begeht, dann tut er das meistens allein aus dem Grund heraus, dass innerhalb der Partnerschaft sexuelle Defizite bestehen. Das kann daran liegen, dass einer der Partner ein schwindendes sexuelles Interesse überhaupt hat oder nicht bereit zu den Praktiken ist, die der Partner gern einmal erleben möchte. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis der zurück gewiesene Partner sich seine erotischen Erlebnisse bei einem Seitensprung holt.

Wer dabei nicht darauf warten möchte, dass ihm der Zufall einen geeigneten Partner über den Weg führt, dem stehen heute zahlreiche Dienstleistungen zur Kontaktanbahnung für den Seitensprung zur Verfügung. Man kann sie sich über eine darauf spezialisierte niedergelassene Agentur vermitteln lassen oder sie sich selbst im Internet suchen. Letzteres hat einige klare Vorteile. Einerseits kann man hier größtenteils anonym agieren und hat von jedem internetfähigen Rechner (und inzwischen auch von einigen Smartphones aus) Zugriff auf die Plattformen für den Seitensprung.

Hinzu kommt, dass man sich seine potentiellen Partner aktiv selbst aussuchen kann. Für eine effiziente Suche lassen sich die Informationen nutzen, die in den Profilen zu den erotischen Wünschen und Neigungen hinterlegt werden können. Möchte man darüber hinaus noch ganz konkrete Absprachen für den Seitensprung treffen, können die internen Kommunikationssysteme genutzt werden. Sie stehen in Form von plattforminternen Mailern und auch Chatrooms zur Verfügung. So läuft man nicht Gefahr, dass eine Mail an die normale Mailadresse durch Zufall entdeckt werden könnte. Und für die Anmeldung in der Kontaktbörse kann eine der so genannten Wegwerf-Mailadressen verwendet werden, die man sich kostenlos einrichten kann und bei der die Nachrichten über einen Login direkt auf der Anbieterseite angeschaut werden können.

Mrz
03

Was wenn man alle schlechten Erlebnisse und Erfahrungen aus seinem Gedächtnis löschen könnte? Wenn man sich an nichts mehr erinnert, was negativ ist? Und was, wenn eben dieser Versuch gehörig daneben geht?

In dem rasanten Psychothriller Splitter von Sebastian Fitzek wird eben dieses Thema behandelt. Im Mittelpunkt steht der Berliner Marc Lucas, der bei einem selbst verschuldeten Autounfall seine hochschwangere Frau verloren hat. Die einzige Erinnerung ist der durch den Unfall verbliebenen Splitter in seinem Nacken.

Von einer privaten Klinik wird er daher zu einem Amnesieprogramm eingeladen, in welchem Mittelpunkt das Vergessen aller negativen Erlebnisse und Erinnerungen steht. Nach der vollständigen Löschung des Erinnerungsvermögens sollen nur die positiven Erinnerungen wieder „geladen“ werden. Unter dem Motto „Lernen zu vergessen“ wird das Experiment als die Lösung aller Probleme dargestellt.

Obwohl sich der Protagonist gegen die Teilnahme für dieses Experiment entschieden hat, gerät nach Verlassen der Klinik das gesamte Leben aus den Fugen. Zuhause trifft er seine vermeintlich verstorbene Frau, welche ihn jedoch nicht erkennt. Unter seiner Handynummer meldet sich ein Fremder, der jedoch ebenfalls den Namen Marc Lucas verwendet. Alles nur Einbildung? Was ist Realität, was Fiktion?
Eine rasante Reise durch Berlin beginnt, ein Katz- und Maus-Spiel, bei welchem selbst der Leser irgendwann nicht mehr unterscheiden kann, ob es sich um ein perfides Spiel handelt, oder der Protagonist nicht wirklich einfach nur in einer Illusion lebt.

Die Buchrezension fällt bei diesem Werk von Sebastian Fitzek denkbar einfach aus. Als Leser ist man von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die Story wurde eindrucksvoll geschrieben, die Wendungen nehmen kein Ende, ohne jedoch den Leser selbst zu verwirren. Vielmehr hat man als Leser selbst das Gefühl, nicht mehr zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Und auch das Ende der Erzählung ist absolut perfekt formuliert und für den Leser sicherlich völlig unerwartet. Das Buch Splitter kann daher bedenkenlos als lesenswert für alle Freunde des Psychothriller bezeichnet werden.

Feb
14

In einem kleinen Dorf lebte, bis vor kurzem noch, ein liebenswerter Mann in einem alten Haus. Bei schönem Wetter saß er stets draußen auf einer grünen Bank und paffte sich eine seiner Monte Cristo Zigarren. Stundenlang konnte er dort sitzen und sich das Treiben auf der Straße anschauen, oft blieb auch der ein oder andere Nachbar bei ihm stehen, um mit dem netten alten Mann ein Pläuschchen zu halten. So sprach man zwar meist nur über Belanglosigkeiten, wie das Wetter oder die letzten Ernteerträge, aber man sprach miteinander. Viele Bewohner glaubten der alte Mann wäre einsam, denn nie sah jemand, dass er Besuch bekommt und so vermuteten viele dass er keine Verwandtschaft mehr besaß. Dabei war er keineswegs allein, er hatte seine Geschichten die ihm Gesellschaft leisteten. Denn wenn er nicht draußen auf seiner Bank saß, saß er vor seiner alten Schreibmaschine und schrieb wunderschöne Geschichten, die allerdings noch nie jemand gelesen hatte. Stundenlang saß er da und tippte, zwischendurch paffte er stets eine seiner geliebten Zigarren. Eines Tages wunderten sich die Bewohner des kleinen Dorfes dass, der alte Mann schon seit Tagen nicht mehr auf seiner Bank gesehen wurde und so machte sich ein Nachbar auf um nach den Rechten zu schauen. Als er klopfte öffnete ihm niemand, also trat er ein und fand den alten Mann in merkwürdiger Haltung vor seiner Schreibmaschine. Anscheinend hatte ihn der Schlag getroffen, denn der alte Mann war tot, gestorben bei seiner liebsten Beschäftigung, dem Schreiben. Jahre später wurden die wundervollen Märchen des alten Mannes veröffentlicht und noch heute gibt es das alte Haus in dem kleinen Dorf, umgebaut zu einer Gedenkstätte an den Mann der so wundervoll schreiben konnte und noch heute kann man den Geruch seiner Lieblingszigarre riechen. Seine Märchen verzaubern noch heute zahlreiche Kinder.

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