Archive for the 'Versicherungen' Category

Dez
08

Der Tod eines Familienangehörigen stellt für die nahen Mitmenschen eine Ausnahmesituation dar, wenn nicht sogar die Ausnahmesituation überhaupt. Auf einmal merkt man, was man an den Mitmenschen gehabt hat und wie leer und bedeutungslos auf einmal das eigene Leben sein kann.

Psychologen sprechen bei der Bewältigung der Trauer von mehreren Phasen. Bis die oder der Hauptbetroffene wieder vollkommen im Leben angekommen und den Tod des geliebten Mitmenschen akzeptiert und überwunden hat, kann es Jahre dauern.

Doch besonders die erste Trauerphase, die in der Regel mit einem “nicht wahrhaben wollen” einher geht, ist dabei besonders problematisch, weil der Trauernde in dieser Phase nicht rational handeln kann. Der Betroffene hat zwar bereits Kenntnis vom Tode des lieb gewonnen Mitmenschen, aber es kann in der kurzen Zeit noch nicht verarbeitet werden, was der Verlust für das eigene Leben bedeutet.

Die Beschäftigung und Bewältigung mit Dingen des Alltags lenken von der eigenen Trauer ab und können sogar helfen diese zu bewältigen, da der Betroffene dann beschäftigt und abgelenkt ist. Dennoch ist es in dieser äußerst schwierigen Lebenssituation existentiell, dass dem Trauernden andere, unnötige Sorgen so weit wie möglich abgenommen werden.

Leider geht der Tod nicht nur mit Trauer und einem tiefen Verlustgefühl einher, sondern auch mit finanziellen Sorgen.

Angefangen bei den unmittelbaren Kosten, die mit der Beisetzung des Verstorbenen verbunden sind. Diese können in die Tausende gehen. Für eine “übliche” und angemessene Beerdigung muss schon mit einem Rechnungsbetrag von 5.000 Euro kalkuliert werden. Dabei sind Sonderleistungen wie z. B. die Aufbarung des Toten oder ein besonders schöner Grabstein gar nicht mit gerechnet. Früher sorgte der Staat im Rahmen der Krankenversicherung für eine Sterbegeld Absicherung. Diese ist aber seit 2004 ersatzlos weggefallen, so dass die Hinterbliebenen jetzt alles aus eigener Tasche bezahlen müssen.  

Zwar haben sehr viele eine Risikolebensversicherung oder Lebensversicherung, doch dabei gilt zu beachten, dass diese zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt leistet und nicht gerade dann wenn das Geld unbedingt gebraucht wird.

Es gibt zwar die Alternative Geld für den Fall einer Beisetzung bei Seite zu legen bzw. anzulegen, doch wer denkt schon gerne darüber nach Geld anzusparen für die eigene Beerdigung und außerdem ist ein Investment nicht prompt flüssig, wenn es gebraucht wird. Das garantiert nur eine Sterbegeldversicherung, die frühzeitig abgeschlossen, z. B. im 40. Lebensjahr (dem Mindestalter für den Eintritt in eine Sterbegeldversicherung) gerade einmal 15 Euro im Monat kostet. Zudem kann für im Tarif vereinbart werden, dass für den plötzlichen Fall eines Unfalltodes die doppelte Versicherungssumme ausgezahlt wird.

Es hat eine moralische Dimension und ein gewisses Gefühl der Sicherheit zu wissen, dass die Familienangehörigen sich keine Sorgen über die Finanzierung der Beerdigung machen müssen. Auch der Fall, dass ein großes Erbe hinterlassen wird, ist kein Ersatz für eine Sterbegeldversicherung, da viele Erbschaften nicht “flüssig” sind, wie z. B. Immobilien.

Nov
30

Eine gute Zahnzusatzversicherung ist inzwischen schon obligatorisch zum Schließen der Leistungslücken der Gesetzlichen Krankenversicherung im Bereich der Zahnmedizin. Leider bleiben Versicherte bei einer ganzen Reihe von notwendigen zahnmedizinischen Leistungen selbst auf den Kosten sitzen. Wer Zahnersatz benötigt, was nach Studien zur Zahngesundheit häufiger vorkommt als die meisten denken, muss schon für einfachen Zahnersatz mit einer Zuzahlung von 800 oder 900 Euro rechnen. Für einen kompletten Gebissersatz werden Zuzahlungen von weit über 30.000 Euro fällig.

Doch Zahnersatz ist bei weitem nicht der einzige wichtige Grund für eine Zahnzusatzversicherung. Deshalb sollte auch darauf geachtet werden, dass die Zahnversicherung auch umfassend für professionelle Zahnbehandlungen und Prophylaxemaßnahmen leistet, was längst nicht bei jeder Zahnversicherung der Fall ist. Beispielsweise leistet die Zahnzusatzversicherung Barmenia nur für eine professionelle Zahnreinigung, durch die auch sog. “versteckten Karies” vorgebeugt werden kann, wenn der Zusatztarifbaustein Prophy mit abgeschlossen wurde. Die CSS Zahnversicherung ist dagegen in den meisten Fällen schon günstiger bei teilweise noch besseren Leistungen, allerdings kommt es auch immer auf Alter und Gesundheitszustand der Zähne an. Fehlen bereits bei jungen Leuten Zähne oder ist eine komplizierte zahnärztliche Behandlung bereits vom Zahnarzt empfohlen worden, ist der Abschluss der Zahnzusatzversicherung Barmenia oder CSS Zahnversicherung meistens schon ausgeschlossen. Die ARAG ist dann z. B. eine Alternative, allerdings nicht ganz so leistungsstark und natürlich werden die Versicherungsbedingungen bei schlechten Zähnen oder Gebiss entsprechend ungünstiger.

Daher sollte mit dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung nicht lange gewartet werden. Denn wer noch jung ist und gute Zähne hat, profitiert zweifach. Zum einen von sehr günstigen Versicherungsbedingungen, zum anderen auch von der Tatsache, dass je jünger der Versicherungsnehmer ist, desto häufiger wird dieser – legt man die durchschnittliche Lebenserwartung und einen regelmäßigen Zahnarztbesuch zugrunde – von einer besseren Behandlung beim Zahnarzt profitieren und zwar sein Leben lang.

Der Wert einer guten Zahngesundheit wird leider meistens emens unterschätzt. Medizinische Studien belegen, dass die Mundhygiene und der allgemeine Gesundheitszustand der Zähne nicht unerheblich für das allgemeine Gesundheitsbefinden des Patienten ist. Beispielsweise wurde inzwischen belegt, dass viele Bakterien ihren Ursprung im Mund haben und über die Blutbahn auch andere Körperzonen befallen. So sind z. B. Menschen, die an Parodontitis erkrankt sind, sehr häufig auch zuckerkrank. Die berühmte Frage, was zuerst da war, das Ei oder die Henne, ist für Gesundheitsexperten meist eindeutig.

Ein alarmierender Gesundheitszustand der Zähne der Deutschen belegen auch Studien. Sogar viele Erwachsene würden sich nicht regelmäßig die Zähne putzen und achten erst recht nicht auf eine gute und regelmäßige Mundhygiene bei ihren Kindern. Das alleine reicht aber auch gar nicht aus, weil sich z. B. Parodontitis, das auch zu Zahnausfall führen kann, nicht allein durch Zähne putzen beseitigen oder gar vorbeugen lässt. Zudem zeigt sich der Krankheitsverlauf von Parodontitis schleichend, womit eine professionelle Parodontitisbehandlung beim Zahnarzt notwendig wird. Die Gesetzlichen Kassen leisten hier erst im sehr fortgeschrittenen Stadium, was nicht nur für die allgemeine Zahngesundheit kontraproduktiv ist, sondern auch für den übrigen Gesundheitszustand des Patienten schwere Folgen haben kann.

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